Webinar für Studierende und Experten*innen am 18. Juni 2021

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In der ersten Periode des Projekts Didaktika na hranici – Učíme spolu pro budoucnost / Didaktik über Grenzen – Wir unterrichten gemeinsam für die Zukunft war ein erstes gemeinsames deutsch-tschechisches Studentenkolloquium geplant. Sein Hauptzweck und Ziel war es, beide Seiten in das Konzept der Geschichtsdidaktik und ihrer Hochschullehre im universitären Umfeld auf beiden Seiten der Grenze einzuführen. Das zweite Ziel unseres Treffens war es, unsere Vorstellungen über die Umsetzung von Lehrfilmen zu vereinheitlichen.

Während der Dauer der Pandemie-Maßnahmen waren wir gezwungen, Studententreffen online vorzubereiten und durchzuführen. Aus dem vermeintlichen Nachteil wurde schließlich ein Vorteil. Die rein technische Umgebung unseres Treffens ermöglichte somit hervorragende Präsentationen der Studenten, die verschiedene Aspekte ihres Studiums in ihren jeweiligen Fachbereichen vorstellten. Studierende aller drei Hochschulen, d.h. der Pädagogischen Fakultät der Westböhmischen Universität Pilsen, der OTH Amberg-Weiden und des Instituts für Geschichte der Universität Regensburg, präsentierten überzeugend z.B. das Programm ihres Geschichtsstudiums (Pilsen), das Konzept des Geschichtsunterrichts an Grund- und Mittelschulen (Regensburg) und die Möglichkeiten des Einsatzes von Multimedia im modernen Unterricht (Amberg-Weiden). Das vereinende Element dieser Präsentationen war natürlich das gemeinsame Ziel und die Aufgabe, die sich aus dem Schwerpunkt unseres Projektes ergab, d.h. die Vorbereitung und Produktion von Lehrfilmen über die Geschichte des Alltagslebens mittelalterlicher Bewohner entlang der gemeinsamen Grenze.

Es stellte sich heraus, dass wir nicht nur thematische Drehbücher für den direkten Geschichtsunterricht umsetzen werden, sondern auch eine praktische Methodik für deren Einsatz an den Schulen. In diesem Sinne entwickelte sich unter den Studierenden eine Diskussion insbesondere über das Konzept und die Verwendung von Bildungskompetenzen. Es kristallisierte sich vor allem die gemeinsame Auffassung heraus, dass wir den Geschichtsunterricht und unsere neuen Filme auf Themen fokussieren werden, die die Kinder von der „Lebendigkeit“ der Geschichte überzeugen und ihnen interessante Vergleiche zwischen dem praktischen Leben in der Vergangenheit und heute ermöglichen. Eine weitere Aufgabe wird es sein, in unseren hochschuldidaktischen Seminaren darüber nachzudenken, wie wir dieses historische Thema für die kreative Arbeit im Geschichtsunterricht nutzen und bestimmte Bürgerkompetenzen kultivieren können. Denkbar sind zum Beispiel die Gemeinsamkeiten im Leben der mittelalterlichen Bewohner auf beiden Seiten der Grenze.

Beim ersten gemeinsamen Drehtag im Geschichtspark Bärnau am 2. Juli 2021 werden die Möglichkeiten der einzelnen Fachbereiche und unsere gemeinsamen Ziele umgesetzt. Der Eröffnungsfilm wird sich mit der Ernährung der mittelalterlichen Bevölkerung in diesem Teil Europas beschäftigen. Im Laufe der nächsten Monate werden wir eine Methodik für den Einsatz dieses Films im direkten Geschichtsunterricht an tschechischen und deutschen Schulen entwickeln.

PaedDr. Helena Východská

→ Bericht als PDF (160 KB)


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